Diese Sage erzählt von einer Zeit, in der feindliche Truppen,
oft als räuberische Scharen oder schwedische Soldaten im Dreißigjährigen Krieg beschrieben, die reiche Stadt Mücheln plündern wollten.
Sie wussten jedoch, dass der Wächter auf der Eichstädter Warte sie frühzeitig entdecken und die Stadttore schließen lassen würde.
Also bestachen sie einen ansässigen Schuster mit einer beträchtlichen Summe Gold.
In der Nacht des geplanten Angriffs schlich der Schuster heimlich zur Eichstädter Warte.
Er überwältigte den treuen Wächter, schnitt das Seil der Sturmglocke durch und goss Wasser über das vorbereitete Signalfeuer, sodass kein Rauch aufsteigen konnte.
Die Feinde überfielen die ahnungslose Stadt Mücheln und richteten großen Schaden an.
Doch der Verrat des Schusters blieb nicht unbemerkt.
Die überlebenden Bürger spürten den Verräter auf.
Zur Strafe für seine Gier wurde er laut der Sage direkt an den Mauern der Eichstädter Warte gerichtet.
Es heißt, dass sein Geist in stürmischen Herbstnächten noch immer winselnd um den einsamen Turm schleicht, unfähig, Ruhe zu finden.
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