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Das weiße Gold

Man kennt Bad Dürrenberg heute für seine heilende Sole und das längste Gradierwerk Deutschlands. Doch die alten Salzsieder erzählten sich hinter vorgehaltener Hand von einer Gestalt, die sie den "Salzgrafen der Tiefe" nannten. Es heißt, dass tief unter den massiven Schwarzdornwänden des Gradierwerks nicht nur Sole fließt, sondern ein verzweigtes System aus uralten Stollen existiert, die noch vor der dokumentierten Geschichte von Wesen gegraben wurden, die das Licht scheuen. Die Geschichte: Ein junger Siedergehilfe soll im 19. Jahrhundert während einer nebligen Nachtschicht beobachtet haben, wie ein kleiner, blasser Mann – kaum größer als ein Kind, aber mit dem Gesicht eines Greises – aus dem dichten Solenebel trat. Er trug einen Beutel bei sich, der so hell leuchtete, dass es die Augen schmerzte. Der Kleine legte einen glitzernden Kristall auf das Holz des Gradierwerks und flüsterte: "Was ihr nehmt, müsst ihr an anderer Stelle zurückgeben. Das Salz ist das Blut der Erde. Fließt es zu schnell, wird das Land hungrig."Kurz darauf verschwand die Gestalt im Boden. Man sagt, wer heute bei Vollmond an den Gradierwerken entlanggeht und das Knistern des Salzes im Wind hört, könne manchmal das Echo einer fernen Hacke aus der Tiefe vernehmen – der Hüter, der immer noch über das "Blut der Erde" wacht.

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Die schwarze Hand im Dom zu Xanten

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Die Eselsbank im Dom zu Merseburg

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Das Echo der Verdammten: Mein Erbe im Henkerhaus von Merseburg ​Jede Leidenschaft hat einen Ursprung. Meine Suche nach dem Mystischen begann nicht in einem Buch, sondern tief unter der Erde – an einem Ort, den die Sonne seit Jahrhunderten meidet. ​Willkommen in der Unteraltenburg 51 . ​In Merseburg kennt man dieses Anwesen unter dem Namen „Peuschels Gut“. Doch hinter der bürgerlichen Fassade verbirgt sich ein weitaus düstererer Name: Das Henkerhaus. Hier lebte einst der Scharfrichter der Stadt. Ein Mann, dessen Handwerk das Ende bedeutete und der deshalb wie ein Geist zwischen den Welten existieren musste. ​Der unsichtbare Pfad des Scharfrichters ​Man sagt, ein Henker durfte den heiligen Boden des Doms und das herrschaftliche Schloß nicht wie ein gewöhnlicher Bürger betreten. Er war ein notwendiges Übel, ein Ausgestoßer. Um ungesehen von seinem Wohnort zu seinem grausamen Arbeitsplatz zu gelangen, gab es einen geheimen, unterirdischen Weg. ​Unser Haus war der Ankerpunkt dieses...