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Der Mönch in einen Hasen verwandelt




Im schon lange aufgehobenen Peterskloster zu Merseburg ließ sich zu Zeiten „Der Münch" sehen. Er erschien als graues Männchen und hatte in den Ställen sein Lieblingspferd und seine Lieblingskuh, die immer schneckefett waren. Außer ihm ging da aber noch ein gespenstiger Hase um, das war ein Mönch, der irgend etwas Schweres began-gen hatte und deshalb nicht zur ewigen Ruhe und Frieden eingehen konnte, wenn nicht durch ein Zusammentreffen von bestimmten Umständen seine Erlösung herbeigeführt wurde.

Heutzutage sind der frühere Tiergarten des Bischofs, die Klosterhöfe, der Gottesacker der Kirche St. Viti und der ehemalige Klosterwein-berg ein zusammenhängendes Ganzes. Die Weinbergmauer auf der Ostseite und die Mauer des Waisenhausgartens auf der Westseite bil-deten noch vor hundert Jahren eine namenlose Straße, die jetzt den Namen Weinberg führt. Ihr Nordende wurde durch das sogenannte Klausentor beschlossen. Vor diesem Tore liegen die Klause und der Galgenberg, noch jetzt eine stille Gegend, wenn nicht das Quietschen der Straßenbahn wäre..

Eines Abends saß der Torschreiber des Klausentores gemächlich auf der Bank unter seinem Weinstock und machte ein Nickerchen. Da nahte sich dem Tore singend und scherzend junges Volk vom Haferharken. Plötzlich sprang erschreckt ein Hase vor ihnen auf, lief durchs Tor der Stadt zu, zwischen den beiden Mauern hin und her und rettete sich schließlich auf den Weinberg. Hier sah ihn, nachdem er sich gedrückt hatte, ein Arbeiter. Als dieser seine Hacke hob, um den Hasen totzu-schlagen, fiel er ohnmächtig zur Erde nieder. Nachdem der Mann wie-der zur Besinnung gekommen war, erzählte er, daß in dem Augenblicke, in dem er den tödlichen Schlag gegen den Hasen hatte führen wollen, habe sich dieser aufgerichtet und sei plötzlich zu einem alten Manne mit einem langen grauen Barte und mit einer Kutte bekleidet gewor-den. Dieser habe die Hand drohend gegen ihn erhoben und ihm dann zugerufen: „Hüte Dich!"

Der Arbeiter blieb bei seiner Rede, sie war ihm auch nicht auszureden. Bald danach legte er sich hin und starb. Als kurz darauf in der auf dem Weinberg stehenden Scheune ein verendeter Hase gefunden wurde, wußte jeder zweifellos s, daß der „Münch" erlöst war und nun die Einwohner durch sein Umgehen nicht mehr erschrecken konnte.

Aus Sagen des Merseburger Landkreises 1971

KI generierter Inhalt, Google Gemini/NanoBanana 

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