Am 6. November 1632 fand die denkwürdige Schlacht bei Lützen zwischen den Schweden und den Kaiserlichen statt. Zwar gewannen die Schweden, doch ließ ihr König Gustav Adolf auf dem Schlachtfeld sein Leben. In dem blutigen Reitergefecht, das sich während der Schlacht nach der Ankunft Pappenheims entspann, führte ein kaiserlicher Reiter einen derart gewaltigen Hieb gegen seinen schwedischen Gegner, daß er diesem mit einem Streich den Kopf abschlug. Das wildgewordene Pferd raste mit dem Reiter ohne Kopf auf seinem Rücken der Stadt zu, galoppierte durch das Stadttor hindurch und durch die öden Straßen der Stadt zum anderen Tor hinaus und nach Röcken weiter. Voll Entsetzen sahen die wenigen unglücklichen Bewohner, welche in der an verschiedenen Stellen brennenden Stadt zurückgeblieben waren, dem in rasendem Galopp Dahinsausenden nach. Der schreckliche Anblick kam den Leuten nicht wieder aus dem Sinn, und wenn späterhin von der großen Kriegsnot erzählt wurde, verg...
"Es gibt Orte, an denen die Zeit dünn wird wie ein Schleier. Wo der Nebel von den Fluten der Saale aufsteigt und die Schatten der Geschichte über die alten Pfade kriechen. Wir folgen nicht den ausgetretenen Touristenpfaden, sondern spüren den Rissen im Stein nach. Tretet näher und lauscht – denn Mitteldeutschland vergisst seine Sagen nicht.“