„Man sagt, wer am Nordrand des Kurparks von Bad Dürrenberg steht, wenn die Sonne blutrot über der Saale aufgeht, kann noch heute das ferne Wiehern der ungarischen Reiterhorden hören. Dort, wo Heinrich I. im Jahr 933 die Knie beugte, liegt ein stummer Zeuge: Der Hunnenstein.
Es war kein gewöhnliches Gebet. In der Stunde der höchsten Not, als der Tribut verweigert und das Land in Flammen stand, suchte der König ein Zeichen. Er legte seine Hand auf den kalten Quarzit und das Unmögliche geschah: Der uralte Menhir gab nach. Er wurde weich wie Fleisch, nahm den Abdruck der königlichen Hand auf und versteinerte wieder zu einem ewigen Siegel des Sieges.
Doch blickt genauer hin! Seht ihr die Spuren des Hufes und der Pfote? Die Legende flüstert uns zu, dass die Menschen zitterten, während Heinrichs treueste Gefährten – sein Schlachtross und sein Jagdhund – keine Furcht kannten. Sie hinterließen ihre Male neben denen des Königs, um den Bund mit der Erde zu besiegeln.
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